Böse Hexe
92 Jahre alt
Alterssichtig, Presbyopie
R) sph + 8,75 dpt
L) sph + 5,25 dpt

Muss Brille tragen !

… »Faulenzerin ! Trag Wasser und koch deinem Bruder etwas Gutes, der sitzt draußen im Stall und soll fett werden. Wenn er fett ist, so will ich ihn essen.« Gretel fing an bitterlich zu weinen; aber es war alles vergeblich, sie musste tun, was die böse Hexe verlangte. Nun ward dem armen Hänsel das beste Essen gekocht, aber Gretel bekam nichts als Krebsschalen.

Wie jeden Morgen, so schlich die Alte auch diesmal zu dem Ställchen und rief: »Hänsel, streck deine Finger heraus, damit ich fühle, ob du nicht bald fett bist.« Und wieder streckte ihr Hänsel nur ein dünnes Ästlein heraus.

Nun hatte die Alte zwar immer noch trübe Augen, aber dank ihrer neuen Brille von Magnus Optik erkannte sie jetzt den Schwindel und beschloss, den kleinen dicken Hänsel zum Abendessen zu verspeisen. Zum Glück hatte Gretel - gar nicht dumm - einige Tage zuvor das Versteck entdeckt, wo die böse Hexe den Schlüssel zu Hänsels Käfig aufbewahrte; und so konnten die beiden kurz vor dem angesetzten Schlachtfest fliehen.

Hänsel und Gretel rannten um ihr Leben, denn hinter sich hörten sie die böse Hexe schreien und toben. Diese hatte nämlich sehr bald die Flucht der Beiden entdeckt und sich aufgemacht, den leckeren Braten wieder einzufangen!

Zum Glück hatte Hänsel auf ihrer Flucht von Daheim in den Wald mit Brotstückchen markiert. An ihnen konnten sie sich jetzt orientieren. Bald jedoch wurde es immer dunkler und man konnte nichts mehr erkennen. Und da sie schrecklich müde waren vom schnellen rennen, suchten sie sich ein sicheres Versteck und legten sich schlafen.

In der Zwischenzeit war die böse Hexe, die dank ihrer neuen Brille von Magnus Optik die Brotstückchen auch entdeckt hatte, ganz nahe an das Versteck der beiden gekommen. Zum Glück war es inzwischen sehr dunkel geworden, und auch die Hexe konnte nun nichts mehr erkennen.

Hänsel und Gretel träumten von einem Sandmann, der sie beschützte und ihnen erzählte, er werde ihnen am folgenden Tag helfen um die noch übrig gebliebenen Brotkrumen zu finden.

Früh am anderen Morgen schickte der Sandmann das Taumännchen bei Hänsel und Gretel vorbei um sie mit seinem Tau zu benetzen und aufzuwecken. Die Beiden machten sich sofort auf, ihre Flucht vor der bösen Hexe fortzusetzen. Doch oh weh! Von den Brotstückchen war fast nichts mehr zu sehen. Tiere hatten sie fast alle aufgefressen.

Verzweifelt irrten Hänsel und Gretel nun im Wald umher. Da sahen sie plötzlich ein windschiefes kleines Häuschen mit einem Zwicker über der Tür. »Sieh' mal, ein Optikgeschäft !« rief Gretel. »Hier kann man uns sicher helfen !« Sie betraten also den Laden von Magnus Optik, und baten um Hilfe.

Sogleich wurde Hänsel in ein Zimmer geführt, wo mit allerlei Gerätschaften seine Augen untersucht wurden. Nun erfuhr Hänsel, dass er etwas kurzsichtig sei, man dieses Problem aber mittels einer geeigneten Brille sofort beheben könne.

Hänsel willigte sofort ein und bekam kurze Zeit später eine ganz schicke Brille ausgehändigt. Begeistert setzte er sie auf und stellte sofort fest, dass er auf einmal Dinge genau sehen konnte, die er vorher immer nur verschwommen wahrgenommen hatte.

Voller Zuversicht machten sich Hänsel und Gretel wieder auf den Weg. Und tatsächlich war es ihm nun möglich, die Reste der Brotstückchen wieder zu finden, die ihnen den Weg hinaus aus dem dunklen Wald und nach Hause wiesen.

Doch wie war es der bösen Hexe inzwischen ergangen? Nachdem auch sie sich zum Schlafen hingelegt hatte, erschien auch bei ihr der Sandmann. Dieser sprach jedoch nicht zu ihr, sondern packte den Sandsack und schüttete ganz viel Sand in die Augen der bösen Hexe.

Am nächsten Morgen wollte die Hexe sogleich wieder den beiden hinterher, konnte aber vor lauter Sand in den Augen gar nichts erkennen. Sie war darüber sehr verärgert und rieb sich wie wild ihre Augen. Das machte sie so vehement, dass ihr dabei die Brille von der Nase fiel. Wegen ihrer starken Presbyopie konnte sie nun gar nichts mehr erkennen, und stolperte wilde Verwünschungen ausstoßend durch den Wald. Und da sie weder ihre Brille noch den ihr entgangenen Sonntagsbraten finden konnte, kann man sie auch jetzt noch durch den Wald toben hören.

Hänsel und Gretel aber sind längst wieder glücklich daheim. Und jedes Mal wenn sie wieder eine neue Brille bei Magnus Optik kaufen, erinnern sie sich mit Dankbarkeit daran wie es ihnen damals gelungen war, die böse Hexe zu täuschen und durch den großen dunklen Wald vor ihr zu fliehen !

Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute glücklich miteinander…

 

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